Film und dieses & jenes, von Tobias Kessler

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Wolfgang Staudte, der ungeliebte Moralist

Wolfgang Staudte

Eine wechselvolle, schwierige Karriere: Er spielte als Komparse im berüchtigten NS-Hetzfilm „Jud Süss“, drehte dann mit „Die Mörder sind unter uns“ den ersten deutschen Nachkriegsfilm. Für die ostdeutsche Defa, das volkseigene Filmunternehmen der DDR drehte er unter anderem „Der Untertan“; in der jungen Bundesrepublik entstanden Filme wie „Rosen für den Staatsanwaltschaft“ oder „Kirmes“, wegen denen er oft als „Nestbeschmutzer“ angefeindet wurde – einen „verwirrten Pazifisten“ nannte ihn nicht etwa ein rechtes Blatt, sondern der „Spiegel“, zumindest noch 1951. In der Unterhaltungs-Filmindustrie hatte Staudte es schwer, während das junge deutsche Kino ihn als Repräsentant von „Opas Kino“ ignorierte. Später verschuldete sich Staudte als sein eigener Produzent so sehr, dass er fortan fast ausschließlich fürs Fernsehen arbeitete,  „Tatort“ und „Der Seewolf“ drehte – auch wenn ihn die „Zwergenschicksale“ des TV, wie er es sagte, nicht sonderlich interessierten.

Staudte, 1906 in Saarbrücken geboren und 1984 bei Dreharbeiten in Slowenien gestorben, gilt neben Helmut Käutner als wichtigster Regisseur des deutschen Nachkriegskinos – seine besten Filme verbinden präzise Gesellschaftskritik mit Filmkunst und, nicht zu vergessen, Unterhaltungswert; manchmal kann Staudte aber auch etwas didaktisch und moralisierend wirken.

Wolfgang Staudte Götze George Kirmes

Eine Szene aus „Kirmes“ mit Götz George und Juliette Mayniel.

An den Filmemacher erinnert nun ein neues, lesenswertes Buch, das in Zusammenarbeit mit der Saarbrücker Wolfgang-Staudte-Gesellschaft entstanden ist. „Nachdenken, warum das alles so ist“ (der Titel entstammt einem Zitat aus dem 1949er Film „Rotationen“) ist kein chronologisches Lesebuch von Karrierebeginn bis -ende, bietet auch keine komplette Filmografie, sondern setzt mit verschiedenen Beiträgen collagenhaft ein Bild Staudtes zusammen.

Der Saarbrücker Psychologe Siegfried Zepf beschäftigt sich mit „Der Unteran“, den Staudte 1951 in der DDR drehte und der erst sechs Jahre später im Westen lief, gekürzt um zehn Minuten – geschnitten war etwa das Ende, mit dem Staudte (losgelöst von der Vorlage Heinrich Manns) eine Verbindung vom deutschen Kaiserreich zum Zweiten Weltkrieg zieht.

Uschi und Andreas Schmidt-Lenhard von der Staudte-Gesellschaft beschreiben die kontroverse Wirkung jener Filme, die als Staudtes wichtigste gelten: neben dem „Untertan“ auch „Rosen für den Staatsanwalt“, „Kirmes“ und „Herrenpartie“, die allesamt das verdrängungswillige Deutschland kritisierten und, nicht überraschend, immer schwieriger zu finanzieren waren. Staudte drückte es so aus: Es sei schwer, „die Welt verbessern zu wollen mit dem Geld von Leuten, die die Welt in Ordnung finden.“ Und so nahm Staudte für seinen Polit-Krimi „Heimlichkeiten“ (1968) einen hohen Kredit auf – an dem Schuldenberg nach dem Misserfolg des Films schaufelte er bis zu seinem Tod.

 

Wolfgang Staudte Götze George Kirmes

Auch eine Szene aus „Kirmes“, den es bis heute nicht auf DVD gibt. Foto: Filmmuseum Berlin

Zu seinen sieben „Tatorten“ zählt auch „Tote tragen keine Wohnung“ (1973), den der Saarbrücker Psychologe Alf Gerlach exemplarisch untersucht; auch von der kontroversen Reaktion berichtet er: Durch die Geschichte von der Gentrifizierung eines Wohnviertels fühlten sich viele Immobilienmakler als monetäre Gierschlunde diffamiert – erst nach 19 Jahren strahlte der produzierende Bayerische Rundfunk den Film noch einmal aus.

Der Saarbrücker Filmwissenschaftler Nils Daniel Peiler beleuchtet Staudtes Arbeit im Synchrongeschäft: Er war Sprecher in der deutschen Fassung von „Im Westen nichts Neues“ (1930) und überwachte 1945 die Synchronisierung von Eisensteins „Iwan, der Schreckliche“; 25 Jahre später verpflichtete ihn der legendär wählerische Regisseur Stanley Kubrick, der den „Untertan“ schätzte, für die Synchronregie dreier seiner Filme: „Uhrwerk Orange“ (1971), „Barry Lyndon“ (1975) und „Shining“ (1980). Staudte berichtete damals lapidar von einem sehr überzeugenden Anruf Kubricks: „Er meinte, ich sollte.“ Er tat’s.

Eine gute Ergänzung der Beiträge sind die Erinnerungen an Staudte, die das Magazin „Filmdienst“ vor zehn Jahren zu Staudtes 100. Geburtstag sammelten und die hier nochmal abgedruckt sind:

Götz George, der mit 21 Jahren in „Kirmes“ spielte, erinnert sich an die erste Begegnung mit dem bekannt linken Staudte: an dessen nicht gerade antikapitalistisch wirkendem neuen Swimmingpool.

Oskar Lafontaine würdigt Staudte als „politischen Moralisten“, der „gegen den Strom der allgemeinen Geschichtsverdrängzung schwamm“.

Filmjournalist Peter W. Jansen beschreibt eine zufällige Begegnung mit Staudte Ende der 70er in der Kantine des Südwestfunks in Baden-Baden: einen „einsamen, verbitterten Mann“ traf er dort, der sich wunderte, dass „Münchner Bubis“ wie Fassbinder oder Alexander Kluge Filmförderung bekämen und er nicht.

Das Buch schließt mit einer Gegenüberstellung von Staudtes Werken und dem, was politisch in der jeweiligen Zeit geschah – sinnvoll und zwingend, sind seine Filme vom Zeitgeist ihrer Entstehung nicht zu trennen. Zeitlos macht sie das nicht, aber zu Zeitdokumenten.

 

Wolfgang Staudte – „Nachdenken, warum das alles so ist“. Herausgegeben von Alf Gerlach und Uschi Schmidt-Lenhard. Schüren Verlag, 256 Seiten, 24.90 Euro.

Buchvorstellung: Sonntag, 19. März, 15 Uhr, Camera Zwo (Sb). Es läuft Staudtes Bürokratie-Satire „Der Mann, dem man den Namen stahl“ aus dem Jahr 1944.

Informationen: www.wolfgang-staudte-gesellschaft.de

 

Wolfgang Staudte Götze George Kirmes

 

Zwei Filme Staudtes neu auf DVD

Nicht alle der wichtigsten Filme Staudtes sind auf DVD erschienen: „Herrenpartie“ und „Kirmes“, mit seine galligsten Gesellschaftskommentare“, fehlen bis heute; aber zumindest im Nebenwerk füllen sich die Lücken. „Gift im Zoo“ (1951) ist ein solider Krimi (DVD bei Filmjuwelen) mit interessanter Produktionsgeschichte: Staudte wurde während der Dreharbeiten auf staatlichen Druck hin entlassen, weil er sich nicht völlig von der Defa der DDR lossagen wollte (Hans Müller drehte zuende). Bezeichnend dabei: Während der Regisseur wegen DDR-Verbindungen entlassen wird, spielen Carl Raddatz und Irene Meyendorff die Hauptrollen – die Stars von Veit Harlans todesseligem NS-Prestigemelodram „Opfergang“ (1944).

 

1958 drehte Staudte „Madeleine und der Legionär“, der jetzt in einer DVD-Box (Studio Hamburg) mit fünf anderen deutschen Filmen erscheint (etwa „Romanze in Moll“). Staudte erzählt von drei Deserteuren der Fremdenlegion, die aus dem Algerienkrieg fliehen. Hildegard Knef spielt eine französische Ärztin, die dem Trio auf der Flucht begegnet. Der Film spricht sich deutlich gegen Krieg und Kolonialismus aus, vermittelt seine Botschaften aber nicht immer subtil, wenn etwa die Knef als Symbol eines guten Frankreichs (und Deutschlands) laut über die Welt nachdenkt: „Moderne heutige Menschen – sind wir das?“. Da stehen sich Handlung und Didaktik manchmal im Weg. Dennoch spannend und sehenswert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alter Schwede: Buch über Regisseur Victor Sjöström

 

Victor Sjöström

 

Ingmar Bergman? Sicher, der fällt einem ein, denkt man an schwedische Regisseure. Dann womöglich Carl Theodor Dreyer – bevor man merkt, dass der kein Schwede, sondern Däne war. Aber Victor Sjöström? Der wird wohl nur noch reiferen Cineasten oder Stummfilmkennern bekannt sein; der schwedische Regisseur und Schauspieler (1879-1960) ist heute weitgehend vergessen.

Dem will der Filmwissenschaftler Jens Dehn mit dem ersten deutschsprachigen Band über Sjöström entgegenwirken; der ist zugleich die erste Buchveröffentlichung des rührigen Saarbrücker 35-Millimeter-Verlags, der sich seit einigen Jahren mit dem Magazin „35 Millimeter“ der Frühzeit des Kinos widmet: dessen ersten 70 Jahren.
Im Buch „Victor Sjöström – Film can be Art“ zeichnet Dehn eine oft bewegte Biografie nach: Geboren wird Sjöström im schwedischen Hinterland, zieht als Kleinkind mit in die USA, die Mutter stirbt früh; nach Spannungen mit seiner Stiefmutter wird er zurück nach Schweden geschickt, schließt sich einer übers Land fahrenden Theatertruppe an, findet so zum jungen Kino und zur Filmregie. Mit kraftvollen Naturbildern, die das Innenleben der Figuren widerspiegeln, etwa im Film „Der Fuhrmann des Todes“ (1921), wird er zu einem prägenden Regisseur. Hollywood ruft, wo Sjöström – unter dem Namen Victor Seastrom – einige Filme dreht, darunter 1926 „Der scharlachrote Buchstabe“. Die Kritiker sind meist begeistert, die Kinos aber nicht immer gut gefüllt, 1930 geht Sjöström zurück nach Schweden, finanziell durch US-Gagen abgesichert, verunsichert aber durch den Tonfilm – fortan arbeitet er lieber als Produzent und als Schauspieler. Den großen Abschied vom Kino nimmt er mit einer Altersrolle 1957 im Film „Wilde Erdbeeren“ von Ingmar Bergman, der Sjöström stets einen großen Einfluss nannte.

Victor Sjöström

Von diesem reichen Künstlerleben und den Filmen (viele von ihnen sind mittlerweile verloren gegangen) erzählt Dehn klar und schnörkellos; er findet eine gute Balance aus Biografie, Filmbeschreibung und Interpretation. Dass der Käuferkreis dieses Buchs begrenzt ist, wissen Autor und Verlag gleichermaßen: Dehm spricht von Sjöström als „Nische einer Nische“. Umso verdienstvoller ist diese gelungene Veröffentlichung, deren Auflage auf 250 Exemplare limitiert ist. Das Buch ist nur über den Verlag erhältlich: www.35mm-retrofilmmagazin.de

Jens Dehn: Victor Sjöström – Film can be Art.
35 Millimeter Verlag, 148 S., 16, 95 €.

 

Victor Sjöström

Interview zum Buch „Homosexualität bei den Simpsons“

Simpsons

 

Seit 1989 läuft die amerikanische Zeichentrickserie „Die Simpsons“ im Fernsehen – für Kinder ein bunter Spaß, für Erwachsene eine satirische Reihe, die sich mit Gesellschaft und Politik beschäftigt, auch mit Homosexualität. Der Autor Erwin In het Panhuis (Foto: Axel Bach) hat die Serie für sein Buch „Hinter den schwulen Lachern“ untersucht.

 

Warum haben Sie gerade „Die Simpsons“ erforscht? Weil es eine so bekannte Serie ist? Oder ist der Umgang mit Homosexualität dort ein besonderer?

Beides. Die Serie beschäftigt sich viel mit Homosexualität und macht das meist mit sehr sensiblem und anspruchsvollem Humor. Zwar wird gerne mit Klischees gearbeitet, etwa mit Männern, die nasal sprechen und den kleinen Finger abspreizen, es geht aber weit darüber hinaus. Außerdem finde ich generell Mainstream-Medien interessanter als Themen, mit denen sich ausschließlich die schwul-lesbische Subkultur beschäftigt.

Ist die Serie homophob?

Im Gegenteil. Sie hat eine sehr liberale Einstellung, die in der Offenheit über die des Durchschnitts-Amerikaners hinaus geht. Bei den „Simpsons“ wird Partei für die Homo-Ehe ergriffen, 1990 gab es dort sogar den ersten schwulen Kuss im US-Fernsehen – in England musste diese Szene sogar gekürzt werden, um als DVD eine entsprechende Altersfreigabe zu erreichen.

Wie hat sich die Thematisierung von Homosexualität über die Jahrzehnte verändert bei den „Simpsons“?

In den ersten Jahren war Homosexualität kaum ein Thema, was wohl auch mit der politischen Großwetterlage zu tun hatte – da gab es ein konservatives Hoch in den USA. Aber spätestens seit der fünften Staffel 1993 wird sie oft behandelt. Es gibt aber auch Einschnitte, bei denen die Serie zurückrudern musste. Etwa nach dem so genannten „Nipplegate-Skandal“, als Janet Jackson 2004 im TV angeblich aus Versehen ihre Brust entblößte.

Was war die Folge?

Strengere Auflagen im US-Fernsehen, auch für Zeichentrickserien, etwa dass man keine nackten Hintern mehr zeichnen durfte – auch wenn „Nipplegate“ in keinem Zusammenhang mit Homosexualität stand. Es gibt aber generell auch einige schwule Zensur-Beispiele, die die Grenze des Darstellbaren veranschaulichen, etwa der homoerotische Traum bei der Serien-Figur Smithers, bei dem eine Beule unter der Bettdecke als Erektion wahrnehmbar war.

Es verwundert ohnehin, dass die Serie bei dem sehr konservativen Sender Fox läuft. War der Sender früher, als die Simpsons dort anfingen, liberaler als heute?

Nein, Fox war schon immer sehr konservativ. Deshalb hat es viele überrascht, dass so etwas Linksliberales wie die „Simpsons“ dort laufen kann und sich sogar gezielt über die Rechtslastigkeit des Senders lustig macht. Fox-Besitzer Rupert Murdoch ist sogar Gastsprecher der „Simpsons“.

Wie passt das denn zusammen?

Für Fox ist die Serie offenbar ein linksliberales Aushängeschild im Unterhaltungsbereich, um nach außen hin als pluralistisch zu erscheinen, auch wenn der Sender – vor allem in der Polit-Berichterstattung – ausschließlich republikanisch geprägt ist.

Wie geht die Serie mit Homo-Klischees um? Werden die so überzogen, dass dadurch schon so etwas wie eine Satire auf gängige Vorurteile entsteht?

Nein, eine Parodie auf Klischees sehe ich hier nicht. Aber wenn man sich über klischeehaft schießwütige Polizisten und korrupte Politiker lustig macht, sehe ich auch bei klischeehaft tuntigen Schwulen kein Problem. In vielen Fällen werden diese Klischees als Vorurteile entlarvt. Bei den „Simpsons“ wird aber auch bei Themen wie Rassismus oder Frauenrechten nicht mit deutlicher Pädagogik gearbeitet, sondern mit einem subtilen und subversiven Humor.

War Aids je ein Thema?

So gut wie nie, was mich sehr erstaunt hat, weil die Serie sonst so mutig ist. Es gibt eine gutgemachte Szene, die die irrationalen Ängste angesichts Aids karikiert, aber das war’s leider schon. Matt Groening, der Schöpfer der Serie, lässt das Thema außen vor, weil er mit seinem Humor in Bezug auf HIV/Aids unzufrieden ist. Das ist schade, weil die Serie auch mit ernsten Themen wie Suizid und sexuellem Missbrauch sehr gut umgehen kann.

Die Serie wird ebenso von Kindern wie von Erwachsenen gesehen – welchen Effekt hat die Darstellung der Homosexualität dort auf Kinder?

Ich glaube, bei Kindern bleibt vor allem die Erkenntnis hängen, dass Schwule und Lesben sich von Heteros kaum unterscheiden. Sie wollen heiraten und suchen ihr privates Glück. Mit dieser Selbstverständlichkeit kann die Serie emanzipatorisch durchaus viel erreichen.

Sind die Macher der Serie selbst schwul?

Auf den Audiokommentaren der DVDs gibt es zumindest keinen, der sich outet. Sie haben sich in einer Szene aus Scherz einmal alle als schwul beziehungsweise lesbisch bezeichnet. Dann haben sie sich darüber lustig gemacht, dass viele Zuschauer diesen selbstironischen Humor nicht verstanden haben. Es sind also aufgeschlossene Heteros, denen es egal ist, für schwul oder lesbisch gehalten zu werden. Matt Groening ist ein Kind der 70er Jahre. Ihn stört es einfach, dass den Schwulen und Lesben immer noch wichtige Rechte vorenthalten werden.

Läuft die Serie auch in Russland, wo seit einiger Zeit die positive Darstellung von Homosexualität in der Öffentlichkeit verboten ist?

Ja, sie läuft, wird aber zensiert – überraschenderweise nur in den politischen Passagen. Dabei machen sich „Die Simpsons“ vor allem über die amerikanische Politik lustig, was ja in Russland niemanden stören sollte. „The Voice of Russia“ schrieb als Fazit zu meinem Buch: „Die Simpsons behandeln Homosexualität als etwas Normales.“ Für mich wurde aus dieser Kurzmeldung nicht klar, ob der Autor das nun positiv oder negativ meint.

Haben Sie für Ihr Buch lange nach einem Verlag gesucht?

Nein, ich hatte Glück. Bei demselben Verlag, „Archiv der Jugendkulturen“ (heute Hirnkost KG) hatte ich schon ein Buch über Schwule und Lesben in der „Bravo“ veröffentlicht und innerhalb von 24 Stunden hat mir mein Verleger zugesagt, dass er auch das „Simpsons“-Buch herausgeben möchte. Über seinen Mut, auch mehrere hundert Fotos abzudrucken – ein Novum im Bereich der Sekundärliteratur – habe ich mich sehr gefreut.

Erwin In het Panhuis: Hinter den schwulen Lachern. Homosexualität bei den Simpsons. Hirnkost KG, 205 Seiten, 350 Abbildungen, 28 Euro.

www.erwin-in-het-panhuis.de

 

Simpsons

James Bond, Superman, Thunderbirds, Ufo: Ein Buch über FX-Legende Derek Meddings


Derek Meddings

„Special Effects Superman“. Das ist ein Buchtitel, der ein wenig unbescheiden anmutet – aber er passt schon: Abgesehen davon, dass Derek Meddings (1931-1996) tatsächlich am 1978er „Superman“ mitgearbeitet und sich damit einen Oscar verdient hat, war er ein nahezu Unbesieg- und Unübertreffbarer im Metier der filmischen Spezialeffekte. Seine Domäne waren die täuschend ähnlichen Miniaturen: ob die Raumschiffe in der klassischen SF-Serie „UFO“ (die lebensechter wirkten als die meist hölzernen Darsteller aus Fleisch und Blut) oder die Unterwasserfestung des 007-Bösewichts Stromberg im James-Bond-Film „Der Spion, der mich liebte“.

Der nur in England erschienene – und mittlerweile ziemlich teure – Bildband, veredelt mit einem Vorwort von Roger Moore, zeichnet die Karriere des Engländers nach: Der beginnt bei Effekt-Veteran Les Bowie, der manche Tricks der „Hammer“-Filme konzipiert hat; branchenbekannt wird Meddings durch seine Modelle in futuristischen Serien des Produzenten Gerry Anderson: „Supercar“, „Fireball XL 5“, „Stingray“ und schließlich „Thunderbirds“ – allesamt technisch komplexe Reihen mit Puppen als Darstellern und viel Pyrotechnik. „Leben und sterben lassen“ ist 1973 sein erster Bond-Film (er konstruiert den explodierenden Bösewicht Katanga); vier Jahre später feiert „Der Spion, der mich liebte“ enorme Erfolge, nicht zuletzt durch Meddings’ Effekte: darunter der Lotus Esprit, der sich unter Wasser in ein U-Boot verwandelt (dank mehrerer Automobile in verschiedenen Verwandlungsstufen und Modelle). Der sinkende Tanker schließlich ist eine Miniatur von satten 21 Metern Länge. Im Nachfolger „Moonraker“ (1979) gelingen ihm Weltraumeffekte, die heute noch überzeugen. Der Bond-Film „GoldeneEye“ ist seine letzte Arbeit, 1996 stirbt Meddings an Krebs.

Das Buch, das in Zusammenarbeit mit Meddings’ Familie entstand, präsentiert fantastisches Bildmaterial, Fotos vom Dreh, Skizzen, Entwürfe. Mehr Texte über die Filme oder die Persönlichkeit der Tricklegende hätte man sich wünschen können – das Buch begnügt sich, das Genie Meddings’ zu dokumentieren. Und es ist dabei ehrlich genug, zu erwähnen, dass Meddings einmal mit seiner Kunst daneben lag: Seine Dinosaurer aus „Caprona – Das vergessene Land“ sind leider nicht mehr als große Gummitrampel.

„Special Effects Superman – The Art and Effects of Derek Meddings”. Shubrook Bros. Publications, England 2008, 159 Seiten, nur noch antiquarisch zu haben.

 

Derek Meddings Derek Meddings Derek Meddings

 

MTV, Madonna und die 90er – Ray Cokes erinnert sich

Ray Cokes

In den 90ern war er der König des Musikfernsehens: Fast jeder Jugendlicher kannte MTV-Moderator Ray Cokes. von Karriere-Absturz, Depression und gemäßigtem Comeback erzählt der Brite in seiner Autobiografie.

Kennt ihn noch jemand unter 30? Eine Umfrage im Büro fällt ernüchternd aus – hält man Ray Cokes‘ Autobiografie jüngeren Kollegen unter die Nase, zucken die mit den Achseln. In den 90ern wäre das nicht passiert. Da war der Brite, wenn nicht der König der Welt, dann doch der von MTV – und damit der Jugendkultur. Cokes moderierte seine Kessel-Buntes-Sendung „Most Wanted“ mit einem Nicht-Konzept des gerade so kontrollierten Chaos‘. Heutige als frech geltende Moderatoren wirken gegen Cokes in seinem Zenit wie streberische Azubis der Lockerheit. Nur: Was macht Cokes heute? Und wieso backt er medial so mittelgroße bis kleine  Brötchen, dass nur noch Zeitzeugen von einst ihn kennen?

Davon erzählt Cokes in „My Most Wanted Life“, einem munteren, lebens- und anekdotenprallen Werk mit klassischer Struktur: Aufstieg, Fall, Läuterung – und die zweite Chance. Cokes wächst in England auf, in Südafrika und auf Mauritius (sein Vater war Soldat und wurde oft versetzt); er verdingt sich in Belgien als Koch, entdeckt die Energie des Punks, landet beim Radio und dann beim jungen Musikfernsehsender MTV – damals noch keine Abspielstation hirnfreier Billigshows. Cokes wird inmitten großer Aufbruch- und Expansionsstimmung zum großen Star – bis er 1996 bei einer missglückten Live-Sendung auf der Reeperbahn das pöbelnde Publikum beschimpft und seine Chefs bei MTV gleich mit. Es kommt zum Bruch, Cokes fällt in ein tiefes Loch, tröstet sich lange mit PC-Spielen und Pornofilm-Konsum, gerät in eine Depression – und rappelt sich langsam wieder hoch. Heute ist er wieder regelmäßig zu sehen. Strahlt sein Ruhm auch nicht mehr so hell wie einst – Cokes hat die Höhen und Tiefen überlebt.

Davon erzählt er detailliert, manchmal etwas blumig-wortreich: Nach dem Vorwort gibt es auch gleich zwei Prologe. Aber die wilde Zeit bei MTV schildert er höchst lebendig, wobei man erfährt, wer pflegeleicht und sympathisch war (Phil Collins), unerträglich (die US-Bands Poison und Counting Crows), durchweg professionell (Madonna) und durchweg unhöflich (Bob Geldof). Nach einer kurzen Freundschaft, so sieht es zumindest Cokes, meldet sich Robbie Williams nicht mehr, aber The Cure spielen gagenfrei bei seiner Hochzeit, was die Ehe jedoch langfristig nicht gerettet hat. Cokes schont sich in seinen Beschreibungen nicht, etwa, wenn es um sein Versagen als junger Vater geht.

Ein wenig zu oft bemüht er das Klischee vom Moderator, der „immer sein Ding macht“ und „sich treu bleibt“. Dass er mittlerweile, von 2012 bis 2014, in der Jury einer Talent-Show saß, die er früher ablehnte, mag dazu nicht ganz passen. Aber Cokes kann es nach frustrierenden Jahren nun „genießen, kleinere Brötchen zu backen“. Das gönnt man ihm von Herzen – vielen Menschen hat er die 90er Jahre nicht unerheblich verschönt.

Ray Cokes: My Most Wanted Life. Die Autobiografie. (Auch in Englisch erschienen). Schwarzkopf und Schwarzkopf, 400 Seiten, 19,95 Euro. Fotos: Schwarzkopf und Schwarzkopf.

Ray Cokes Robbie Williams

Regisseurin Sylke Enders über ihren Film „Schönefeld Boulevard“

Sylke Enders Schönefeld Boulevard

Regisseurin/Autorin Sylke Enders. Foto: rbb/Benedict Neuenfels/credo:film

 

 

 

 

 

 

Sylke Enders Schönefeld Boulevard

Julia Jendroßek als Cindy. Fotos: rbb/Claudia Rorarius/credo:film

Sylke Enders Schönefeld Boulevard

 

Die Regisseurin und Autorin Sylke Enders („Kroko“, „Mondkalb“) erzählt in ihrem  Film „Schönefeld Boulevard“ von der jungen Cindy (gespielt von Julia Jendroßek): Pummelig, vom Leben eingeschüchtert und in ihrer Klasse von ähnlich frustrierten Mitschülerinnen gehänselt, sucht sie auf der ewigen Baustelle des Berliner Großflughafens nach ein wenig Freiheit und nach einer Perspektive für ihr Leben.

 

 

„Schönefeld Boulevard“ spielt auf einem Flughafen, der nicht fertig wird, einem Ort des ewigen Wartens – auch eine Metapher für das Leben Ihrer Heldin. War die Baustelle der Grundstein des Drehbuchs oder bot sich der BER später einfach als sinniger Schauplatz an?

Nein, das Drehbuch war längst fertig. Die Idee, es am BER zu verfilmen, kam mir, als ich zum sicher 5000. Mal dort vorbeikam, aber mal anhielt und mir die ganze Szenerie in Ruhe angeschaut habe – etwa den Friedhof am Flughafen, dann das Örtchen, das von einer Schnellstraße geteilt ist, die Motels, die ganze geballte Langeweile. Für mich war Schönefeld schon immer, auch als ich noch ein Kind war, das „Tor zur Welt“. Aber das heißt ja nicht, dass auch jeder durch dieses Tor hindurchgeht – manchmal ist die Angst vor dem Neuen größer als die Neugier selbst.

Davon erzählt Ihr Film, aber auch vom Erwachsenwerden und dem Leben von Außenseitern. Dazu gibt es viele Filme. Hatten Sie keine Angst, einen weiteren unter vielen sogenannten „coming of age“-Filmen zu drehen?

Nein, denn so würde ich meinen Film gar nicht definieren. Für mich geht es um eine ungewöhnliche Freundschaft und um Bedürfnisse, die leider verleugnet werden. Die gibt es in der Erwachsenenwelt ja genauso, mir ging es nicht um einen Blick nur auf Jugendliche. Es geht um fehlende Zugehörigkeiten, um Halt- und Orientierungslosigkeit. Diese Themen findet man wohl in all meinen Filmen.

Ihr Film verläuft am Anfang in erwarteten Bahnen, aber irgendwann kommt ein Bruch, und alles scheint im Film möglich, die Grenzen zwischen Tragik und Komik fließen. War das immer die Idee gewesen?

Ja, aber der Anfang des Films scheint das Publikum wirklich stärker zu polarisieren, als ich gedacht hätte. Manche Zuschauer nehmen die Figuren an, manche nicht.

Cindy widersetzt sich auf stille Weise, sie ist keine klassische Rebellin.

Ich finde sogar, sie rebelliert gar nicht – sie entzieht sich vor allem. Sie empfindet Scham über sich selbst, und Scham verhindert oft, dass man in die Opposition oder Rebellion tritt. Cindy hat etwas Stoisches, was mir sehr gefällt. Für mich ist sie letztlich kein typisches Opfer.

Die Konflikte treiben Sie nicht auf die Spitze, es gibt auch keine große Konfrontation am Ende. Das könnte gängige Erwartungen enttäuschen.

Ja, aber ich mache so etwas eben anders. Ich wollte Cindy eine gewisse Größe geben – auch durch ihr Schweigen. Denn das signalisiert: Sie lässt sich nicht aus der Reserve locken, sie ist den Sticheleien auf ihre Art gewachsen. Das hat eine ungeheure Kraft.

War die Suche nach einer Hauptdarstellerin schwierig?

Es war eine Katastrophe – ich war frustriert und hochgradig genervt. Ich fragte mich: Wo sind sie denn, unsere Theaterschauspielerinnen, die jünger aussehen, als sie sind? Und was soll dieser Schlankheitswahn? Ich habe viele junge Frauen gecastet, die nicht das Lebensbejahende hatten, das ich für diese Figur brauchte. Als ich Julia Jendroßek sah, sagte ich: „Immerhin gehen bei der nicht die Mundwinkel nach unten.“ Wir haben sie zwei Monate vor den Dreharbeiten gefunden. So kurz vor dem Drehstart ohne Hauptdarstellerin dazustehen, wünsche ich keinem.

Warum heißt das Mädchen Cindy? Ein Verweis auf die Kunstfigur „Cindy aus Marzahn“?

Nein, überhaupt nicht – das Drehbuch war schon abgeschlossen, als ich zum ersten Mal von ihr hörte. Eines Tages las ich dann in der „Bild“ sogar von „Cindy und Danny aus Berlin-Hellersdorf“, also genau die Vornamen meiner Hauptfiguren. Da habe ich sehr gelacht und dachte: Na gut, dann ist und bleibt das eben so.

„Schönefeld Boulevard“ läuft am 5. Januar, 0.10 Uhr, auf RBB.
Die DVD ist bei Farbfilm erschienen.

Männerfreundschaft und Motoren: Ein Buch über Steve McQueen, Siegfried Rauch und „Le Mans“

Le mans Steve McQueen

Le mans Steve McQueen

Le mans Steve McQueen Siegfried Rauch

 

Rasende Autos, zusammenkrachende Egos – die Dreharbeiten 1970 zum Rennfilm „Le Mans“ hatten es in sich. Abseits des Trubels entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den Darstellern Steve McQueen und Siegfried Rauch, die nun ein Buch verewigt.

Es sollte der definitive Film über den Autorennsport werden und über die 24 Stunden von Le Mans. Doch öfter noch als die Wagen auf der legendären Rennstrecke krachten die Egos ineinander – die von Star/Produzent Steve McQueen und von Regisseur John Sturges. Der war mit McQueen in den Filmen „Die glorreichen Sieben“ und „Gesprengte Ketten“ besser zurecht gekommen. In Le Mans hatte er irgendwann von seinem einmischungsfreudigen Star die Nase voll und verabschiedete sich mit dem schönen Satz „Ich bin zu alt und zu reich für diese Scheiße“. TV-Regisseur Lee Katzin brachte den Film irgendwie zu Ende, ganz glücklich war am Ende niemand – die Rennszenen waren zwar rasant, Dramaturgie und Spannung aber untertourig.

Erfreulicher war da die Freundschaft, die sich zwischen McQueen und seinem Kollegen Siegfried Rauch entwickelte. Der spielte McQueens deutschen Konkurrenten Erich Stahler (ein typisch deutscher Hollywoodname). Von dieser Freundschaft, dem Film und dem Renn-Rummel handelt das bunt gemischte, sehr unterhaltsame Buch „Unser Le Mans“. Da erzählt Rauch, wie das angefangen hat mit McQueen, den er bei den Dreharbeiten erst einmal in Ruhe lässt, was dem Viel-Umrummelten positiv auffällt. Man kommt ins Gespräch, tauscht sich über die jeweiligen armen Kindheiten aus und findet so einen Draht zueinander. Nach den Dreharbeiten geht es gemeinsam nach Paris, später besucht McQueen Rauchs Familie im Schatten der bayerischen Alpen und wird der Taufpate von Rauchs Sohn Benedikt. Irgendwann, wie es halt so geht, verliert man sich aus den Augen, die Jahre fliegen – bis Rauch vom Krebstod McQueens 1980 in der Zeitung liest. Einige Fotos zeigen einen ungewohnt entspannten McQueen in der rustikal gemütlichen Wohnstube Rauchs. Vier Briefe an Rauch sind abgedruckt, in denen der Amerikaner ihn jedesmal anders anredet: „Sigi“, „Siegi“, „Ziggi“ und „Ziggy“. McQueensche Vielfalt.

Diese Freundschaft ist ein Aspekt des Buchs – aber es geht auch generell um das Rennen in Le Mans, um die Dreharbeiten und den Rennsport; da werden einige Porsche vorgestellt, darunter der legendäre 917, Fahrer und Techniker erzählen von damals und heute. Film- und Autofans, McQueen- und Rauch-Anhänger werden bei der Lektüre gleichermaßen zufrieden sein.

 

Unser Le Mans. Siegfried Rauch. Steve McQueen – Der Film. Die Freundschaft. Die Fakten. Herausgegeben von Hans Hammer. Delius Klasing Verlag, 208 Seiten, 29,90 Euro. Die DVD des Films ist bei Paramount erschienen.

Filmsynchronisation – ein gutes Buch zum Thema

filmsynchronisation

Als werkgetreu und quasi gottgegeben nehmen die meisten Kinogänger die Synchronisation eines Films hin. Aber vergleicht man Originalton mit deutscher Fassung, muss man immer wieder staunen: schlechtestenfalls über anders klingende Stimmen, über Verfälschungen, ob nun aus Unvermögen, Schludrigkeit, kommerziellen Gründen oder gar politischen. Es überrascht, dass das Thema in der hiesigen Kino-Publizistik bisher keine große Rolle spielt; der Saarbrücker Filmwissenschaftler Nils Daniel Peiler legt mit dem Kollegen Thomas Bräutigam den ersten wissenschaftlichen Sammelband über Synchronisierung vor. Sein Titel „Film im Transferprozess“ klingt etwas sperrig, das Buch ist aber eine gelungene Sammlung von Aufsätzen, die verschiedene Facetten beleuchten: etwa die grundlegende Frage, warum Filme bei uns fast nur synchronisiert zu sehen sind – anders als in anderen europäischen Ländern. Der Grund liegt in der deutschen Nachkriegsgeschichte, wie Bräutigam erläutert: Die Siegermächte setzten bei der „Reeducation“ vor allem auf das Medium Film und synchronisierten durchweg, weil diese Fassung für das avisierte Publikum die leichtestverdauliche war. Die Russen waren dabei die schnellsten, im Juni 1945 erhielt der erste russische Film eine deutsche Fassung, „Iwan, der Schreckliche“ – unter der Leitung übrigens des Saarbrücker Regisseurs Wolfgang Staudte. Dass prägnante Stimmen in dieser Zeit mehr zählten als die politische Vergangenheit, zeigt sich am Beispiel von Harry Giese, der schnarrenden Stimme der Nazi-„Wochenschau“; nun avancierte er im Ost-Sektor zum gesuchten Sprecher für sowjetische Filme.

Zwei weitere der insgesamt 13 Aufsätze beschäftigen sich mit den Grundlagen der Synchron-Historie und -Arbeit, die vieles gleichzeitig lösen muss: Der Übersetzungstext muss sprachlich nah am Original sein, zudem sollen die Worte zu den Lippenbewegungen der Schauspieler passen. Die anderen Texte schwärmen in die verschiedenen Nischen aus: Da geht es um den Disney-Verleih, der einige seiner Filme, vor allem „Schneewittchen“, einige Male hat neusynchronisieren lassen, um sie dem jeweiligen Zeitgeist besser anzupassen. Um die schwierige Übertragung von Wortwitzen und-neuschöpfungen bei den „Simpsons“ geht es ebenso wie um bewusste Verfälschungen – etwa in einer „Columbo“-Folge, in der ein Mann (in der US-Fassung) mit seiner Vergangenheit als SS-Mann erpresst wird – in der deutschen Fassung als Bankräuber (!).
Politische Befindlichkeiten, kommerzielle Erwägungen, Kostendruck, das Problem einer adäquaten Übersetzung – die Synchronisation ist eine schwierige Kunst, die weitgehend im Verborgenen entsteht. Gut, dass dieser Band zu ihrer bisher stiefmütterlichen Erforschung beiträgt.

Thomas Bräutigam/Nils Daniel Peiler (Hrsg.): Film im Transferprozess. Schüren, 300 Seiten, 24,90 Euro.

 

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